Schreibwerkstatt 2019

Ekkehard Haring

Beschreibung

Die Werkstatt für kreatives Schreiben ist ein Angebot für Studierende mit literarischen Ambitionen. Teilnehmer/innen dieses Kurses lernen unterschiedliche Gestaltungsformen kennen, ergründen ihre literarischen Potentiale, und verfertigen eigene Texte, die im Rahmen eines Projekts oder einer Veröffentlichung vorgestellt werden können.

Schwerpunkte der Kursarbeit bilden:

- literarische Perspektiven

- Träume / Visionen

- Textkomposition

- Stilübungen

u.a.

 

Vorausgesetzt werden deutsche Sprachkenntnisse auf dem Niveau C1

Kursnummer: GS426
Fakultät: German Language and Literature » Other courses
German Language and Literature » Undergraduate courses » 5th semester
German Language and Literature » Undergraduate courses » 6th semester
German Language and Literature » Undergraduate courses » 7th semester
German Language and Literature » Undergraduate courses » 8th semester
German Language and Literature » Postgraduate courses » Logotechnia
German Language and Literature » Postgraduate courses » Glossologia

Kurseinheiten

Aufgabe zum 29.5.:

Sprachlupe

Hast Du Dir schon einmal einen Gegenstand ganz genau angeschaut? Hast Du ihn so genau angeschaut, dass Du vor lauter Details das Ganze aus den Augen zu verlieren glaubtest? Und schon ist nichts mehr so, wie es auf den ersten Blick scheint – die Dinge werden fremd ...

Aufgabe: Wähle einen Gegenstand aus, der Dir aus dem Alltag vertraut ist. Das kann eine Briefmarke sein, ein Schreibtisch, ein Schlüssel, eine Daunenfeder oder z.B. der kleine Finger Deiner Hand.

Beschreibe diesen Gegenstand so genau wie möglich. Achte darauf, Formulierungen zu finden, die für seine Darstellung besonders gut passen. Auch sprachliche Bilder wie z.B. Vergleiche oder Metaphern sind erlaubt. Möglicherweise erzählt dieser Gegenstand sogar eine eigene Geschichte?

Du kannst den Text in Prosa- oder Gedichtform verfassen. Finde heraus, welche Darstellungsform Deiner Wahrnehmung des Gegenstandes am besten passt.

Wenn Du mit dem „Vergrößern“ Probleme hast, kannst Du umgekehrt natürlich gerne auch Dinge „verkleinern“. So z.B. erscheint ein Land wie Italien auf dem Atlas nur noch als kleiner Stiefel, ein Abendstern nur noch wie ein heller Punkt.

Es hängt alles von Deiner Betrachtungsweise ab.

 

 

Unser Treffen am Montag, dem 10. Juni im Café/Kontitorei Chatzis um 17 Uhr

Καφεζαχαροπλαστείο Χατζής
Μητροπόλεως 5
Πλατεία Συντάγματος
Στάση μετρό: Σύνταγμα

Hier die Schreibaufgabe

(bitte nicht vergessen, die Texte rechtzeitig zu senden, damit ich sie ausdrucken kann)

Stell dir vor, du wachst auf und blickst aus dem Fenster. Da, wo sich bisher am Horizont immer die Umrisse der Akropolis zeigten, ist jetzt nur noch ein leerer Hügel zu erkennen ... Du reibst dir die Augen. Etwas ist geschehen, aber was -? Fest steht, dass sich eine ungeheuerliche Veränderung vollzogen hat, die sich nicht mehr rückgängig machen lässt und sicherlich auch dein Leben beeinflussen wird.

Aufgabe: Etwas geht plötzlich verloren, das bisher große und zentrale Bedeutung für dich hatte (die Akropolis ist nur eine Chiffre für diesen Verlust, du kannst auch andere Topoi wählen, z.B. Klima, Gesundheit, Freunde, Liebe, Arbeit u.s.w.).

Versuche deine Wahrnehmungen und Eindrücke zu beschreiben: Der Tag, an dem die Akropolis verschwand ...

 

  1. Aufgabe: 

Stilübungen à la Raymond Queneau: Versuche die folgende Szene in eigenen stilistischen Darstellungen (4 Versionen) wiederzugeben.

Im Café Poems & Crimes passierte es, dass am Nachmittag des 8. Juli die Kellnerin A. beim Servieren versehentlich ein Trinkgefäß umwarf und so den am Tisch sitzenden Gast K.   mit seinem Getränk überschüttete. Der Gast sprang auf. Es ergab sich ein kurzer Wortwechsel. Schließlich entschuldigte sich die Kellnerin.

[...]

Nach diesen kleinen Fingerübungen - nun die Hauptaufgabe:

  1. Aufgabe:

Reise ans Ende der Welt.

Erzähle eine Episode deiner Reise im Sommer: Eine kleine Begebenheit, die pars pro toto für einen größeren Zusammenhang stehen könnte (z.B. dein Leben, eine Lebensreise, menschliches Zusammenleben, Wünsche-Illusionen, Hoffnungen, Zustand der Welt, Griechenland ...)

Versuche, diese Episode im Rahmen einer Kurzgeschichte zu erzählen. Verzichte dabei auf Erklärungen, wie dein Sinnbild zu verstehen ist: Der Leser soll sich selbst sein Bild machen ...

 

Literarisches Quartett im Poems & Crimes

 

Die Weihnachtszeit steht bevor. Das Thema für unser nächstes Treffen heißt daher: 

    Der Wunsch

Gefragt sind kurze Episoden, in denen es um das Wünschen bzw. um die (Un)Möglichkeiten des Wünschens geht. Alles ist denkbar: große Wünsche, Kinderwünsche, letzte Wünsche, geheime, nie erfüllte, verbotene und ungeheuerliche Wünsche. Vielleicht lasst Ihr Euch auch von Peter Handkes Buchtitel inspirieren: Als das Wünschen noch geholfen hat ...

Unser nächstes Treffen: Ob wir es noch einmal schaffen, uns Mitte Dezember zu sehen?

Unabhängig davon bitte ich alle, mir ihre Texte aus den letzten Monaten zu schicken. Ich will versuchen, die Anthologie zum Semesterende zusammenzustellen.

Kalender

Ankündigungen

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